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"Willy100 - Im Zweifel für die Freiheit" - Ab 28. August in Bonn

Postkarte an Gunnar Gaasland vom November 1936. Quelle: WBA Bonn

Das Willy-Brandt-Forum in Unkel freut sich über die Zusammenarbeit mit dem Contra Kreis Theater in Bonn, in dem vom 28.8. bis 14.9.2014 das Theaterstück „Willy100 – Im Zweifel für die Freiheit“ aufgeführt wird. Den historischen Hintergrund des Stückes bilden Willy Brandts Tage in Berlin von September bis Dezember 1936. Nach erfolgreichen Aufführungen in Berlin feiert das Stück am Donnerstag, 28.8.2014, um 20 Uhr Premiere im Bonner Contra Kreis Theater. Es wird danach täglich um 20 Uhr bis einschließlich 14.9. aufgeführt (außer montags, sonntags bereits um 18 Uhr).

 

Bitte beachten: Karten für das Theaterstück können nur direkt beim Contra Kreis Theater in Bonn erworben werden (Telefon Ticket Hotline 0228 – 632307 oder 0228 – 635517)

 

Das Willy-Brandt-Forum macht den Besuchern des Theaterstückes ein besonderes Angebot:

 

Gegen Vorlage ihrer Theaterkarte erhalten sie im Willy-Brandt-Forum in Unkel ermäßigten Eintritt. Hier können sie einige der wenigen existierenden Exponate bewundern, die den Aufenthalt von Willy Brandt im Berlin des Jahres 1936 belegen. Sie erhalten außerdem erläuternde Informationen zu diesen Exponaten und zum Aufenthalt von Gunnar Gaasland im Berlin des Jahres 1936.

Die Mitglieder des Ensembles und der Regisseur des Stückes, Johann Jakob Wurster, werden am 3. September 2014 das Willy Brandt-Forum in Unkel besuchen.

 

Zum historischen Hintergrund:

Die Olympischen Spiele in Berlin 1936 sind seit ein paar Wochen beendet, als Willy Brandt, der seit April 1933 im Exil in Oslo lebt, in die Reichshauptstadt reist. Er tut dies unter dem falschen Namen des norwegischen Studenten Gunnar Gaasland. Er findet ein möbliertes Zimmer in unmittelbarer Nähe des Kurfürstendammes bei Frau Hamel. Seine Aufgabe in ‚Metro‘ (so heißt Berlin der Sprache der Konspiration): Betreuung des politischen Bereiches in Berlin. Dazu gehörte die Kontaktpflege mit den im Reich verbliebenen Mitgliedern seiner Partei, der SAP, sowie die Auslotung der Möglichkeiten, Widerstand gegen das NS-Regime zu leisten. Dies erweist sich aber nach der außenpolitischen Aufwertung, die das NS-Regime - auch wegen des für Deutschland so erfolgreichen Verlaufes der Olympischen Spiele - erfahren hatte, als kaum durchführbar. Nach knapp drei Monaten, kurz vor Weihnachten 1936, verlässt Willy Brandt alias Gunnar Gaasland Berlin in Richtung Prag.

(Willy Brandt berichtet über den konspirativen Berlin-Aufenthalt in „Mein Weg nach Berlin“, aufgezeichnet von Leo Lania, München 1960, ab Seite 84, und später ausführlicher in seinem Erinnerungsband „Links und frei“, Hamburg 1982, ab Seite 171)

 

Unkeler Künstlerinnen stellen aus, Vernissage am 11. Juli, 19:30h

Künstlerin: Britta Bellin-Schewe

Unkeler Künstlerinnen gestalten die nächste Ausstellung im Willy-Brandt-Forum. Die Idee entstand bei der  Veranstaltung „Design und Gestaltung am Rhein“ im Mai 2013. Vier Unkeler Künstlerinnen hatten sich der gestalterischen Darstellung und künstlerischen Umsetzung von Zitaten Willy Brandts gewidmet. Anlass war der 100. Geburtstag Willy Brandts am 18.12.2013.

Künstlerin: Ute Giesen

Das Willy-Brandt-Forum folgte gerne der Anregung, diese und weitere Werke aus dem Schaffen der Künstlerinnen in einer Ausstellung im Museum am Willy-Brandt-Platz einem größeren Publikum zu präsentieren. Insgesamt sechs Künstlerinnen haben sich zusammengefunden und stellen  in einer zweigeteilten Ausstellung ihre Arbeiten vor: Den Ausstellungsteil  „Willy Brandt – Aussagen – Betrachtungen“ haben Britta Bellin-Schewe, Ute Giesen, Gabriela Mrozik und Barbara Schwinges gestaltet, im Ausstellungsteil  „VONSINNEN“ geben Barbara Schwinges, Trudi Schroeder und Sonja Salehi einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen.

Künstlerin: Gabriela Mrozik

Neben der Pflege des Andenkens an Willy Brandt hat es sich das Willy-Brandt-Forum zur Aufgabe gestellt, durch die Organisation von Diskussionsforen, Veranstaltungen und Wechselausstellungen regionale und historischen Bezüge zwischen der Stadt Unkel, der Region und der Gründungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland herzustellen. "Wir wollen so einen Beitrag zum Gelingen des Projekts Kulturstadt Unkel leisten", so Forums-Vorsitzender Christoph Charlier.

 

Die Vernissage zur Ausstellung „Unkeler Künstlerinnen“ findet statt am
Freitag, 11. Juli 2014,
im Willy-Brandt-Forum, Willy-Brandt-Platz 5, 53572 Unkel.
Voranmeldungen unter Telefon 02224-77 99 303 erbeten!

Auf vielfachen Wunsch haben wir den Beginn der Veranstaltung
auf  19:30 Uhr  gelegt.


Die Ausstellung wird gezeigt bis zum 7. September 2014

 

Künstlerin: Barbara Schwinges

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